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dr. med. dent. Florian Stecher
Zahnspange in Germering

Welche Zahnspange passt zu deinem Kind?

Lose · Fest · Frühbehandlung · Retainer · Keramik · Aligner

Nahaufnahme eines Lächelns mit fester Zahnspange

Welches Gerät infrage kommt, hängt vom Zahnwechsel, vom Befund und vom Alltag deines Kindes ab. Auf dieser Seite stehen die sechs Möglichkeiten nebeneinander, die wir in unserer Kinder- und Jugendpraxis einsetzen. Warum bei den meisten Kindern zwei davon nacheinander drankommen, erklärt der Abschnitt darunter.

Zwei Zahnmodelle im Vergleich: links eine durchsichtige Schiene, rechts eine feste Spange mit Metallbrackets

Sechs Geräte nebeneinander

Die Spalte „Kasse“ gilt für gesetzlich versicherte Kinder und Jugendliche unter 18 ab Behandlungsbedarfsgrad 3. Was dieser Grad bedeutet, steht auf Kosten und Kasse.

SpangeAlterKasseTragezeitAlltag
Lose Zahnspangeetwa 6 bis 11 Jahreja, ab Grad 314 bis 16 Stunden am Tag, meist rund anderthalb JahreKommt zum Essen, zum Sport und zum Putzen heraus. Kontrolltermin alle vier bis acht Wochen, meist wenige Minuten
Feste Zahnspange aus Metallab etwa 10 bis 13, wenn die bleibenden Zähne da sindja, ab Grad 3rund um die Uhr, 1,5 bis 3 JahreNichts Klebriges, Hartes nur in Stücken, gründlich putzen. Alle vier bis acht Wochen wird der Bogen getauscht oder nachgespannt
Frühbehandlungetwa 4 bis 9 Jahreja, bei ausgeprägtem Befund ab Grad 3meist herausnehmbar, rund anderthalb JahreKurze Phase, oft nachts; danach eine Beobachtungspause von mehreren Jahren, in der wir nur schauen
Retainernach der aktiven BehandlungRetention ja; geklebter Draht im Unterkiefer nur bei Engstand im Grad E3 oder E4Nachtschiene oder geklebter Draht dauerhaftBeim geklebten Draht Zahnseide unterfädeln; die herausnehmbare Schiene kommt jede Nacht hinein
Keramik-Bracketswie feste Spangenein, Zusatzleistungwie feste SpangeZahnfarben, sonst gleicher Alltag wie Metall. Beläge fallen auf hellen Brackets früher auf
Aligner, also durchsichtige ZahnschienenJugendliche mit vollständigem Gebissnein, Privatleistungfast den ganzen TagZum Essen heraus, danach putzen und wieder einsetzen. Mit eingesetzter Schiene trinkt dein Kind nur Wasser

Warum bei den meisten Kindern zwei Spangen nacheinander kommen

Der Behandlungsablauf besteht meistens aus einer Kombination aus loser und fester Spange. Welche Reihenfolge bei deinem Kind sinnvoll ist, sagen wir in der Regel schon bei der Erstberatung.

Dahinter steckt das Wachstum. Zwischen sechs und elf entwickeln sich Kiefer und Zahnbögen noch, und ein herausnehmbares Gerät kann diese Phase nutzen, um Platz zu schaffen und den Biss zu ordnen. Sind später alle bleibenden Zähne durchgebrochen, übernimmt die feste Spange die Feinarbeit und stellt jeden einzelnen Zahn ein. Am Ende hält der Retainer das Ergebnis.

Praktisch heißt das: Die lose Spange kommt zuerst und läuft rund anderthalb Jahre, mit Kontrollterminen alle vier bis acht Wochen. Ist der Zahnwechsel durch, wird die feste Spange in einem Termin von etwa einer Stunde eingesetzt, ohne Betäubung und ohne Bohren. Sie bleibt anderthalb bis drei Jahre, danach übernimmt der Retainer.

Behandlungsablauf Schritt für Schritt
Zahnmodell in behandschuhten Händen

Drei Fragen entscheiden über die Wahl

Bevor wir über Geräte reden, klären wir bei der Erstberatung drei Dinge. Aus den Antworten ergibt sich fast immer von selbst, was dran ist.

  1. Wie weit ist der Zahnwechsel?

    Frage 1

    Maßgeblich ist, welche Zähne bereits da sind. Wackeln noch Milchzähne, arbeiten wir mit herausnehmbaren Geräten, die das Wachstum nutzen. Sind alle bleibenden Zähne durch, kann die feste Spange die Feinstellung übernehmen.

  2. Wie ausgeprägt ist der Befund?

    Frage 2

    Ein leichter Platzmangel kann warten und wird beobachtet, ein Kreuzbiss dagegen früh angegangen. Dieselbe Messung bestimmt auch den Behandlungsbedarfsgrad und damit, ob die Kasse zahlt.

  3. Wie sieht der Alltag deines Kindes aus?

    Frage 3

    Kontaktsport, Blasinstrument, Ganztagsschule, viel unterwegs: Auch das fließt in die Wahl ein, weil ein Gerät nur wirkt, solange es getragen wird.

Kassenleistung ab Behandlungsbedarfsgrad 3

Ab Grad 3 übernimmt die gesetzliche Kasse die Behandlung bis zum 18. Geburtstag; alles zu Einstufung, Eigenanteil, Rückerstattung und Zusatzleistungen steht auf Kosten und Kasse.

Die Erstberatung ist Kassenleistung, eine Überweisung brauchst du nicht.

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Häufige Fragen

Für Eltern
Können wir uns aussuchen, welche Spange unser Kind bekommt?

Bei der Bauart nicht, bei der Ausführung schon. Ob ein herausnehmbares oder ein festes Gerät sinnvoll ist, ergibt sich aus Befund und Zahnwechsel, und wir zeigen dir die Messwerte, auf denen die Empfehlung beruht. Frei wählbar sind dagegen die Farbe der losen Spange, die Gummis an der festen Spange und, gegen Aufpreis, das Bracket-Material.

Wie viele Spangen braucht ein Kind insgesamt?

Bei einer Kombinationsbehandlung sind es zwei aktive Geräte und danach der Retainer. Kommt eine Frühbehandlung dazu, kann es ein drittes werden, dazwischen liegt dann aber eine Pause von mehreren Jahren, in der wir nur beobachten. Wie es bei deinem Kind aussieht, steht nach der Erstberatung im Behandlungsplan.

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