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dr. med. dent. Florian Stecher
Behandlungsablauf

Von der Erstberatung bis zur Retention

Erstberatung → Plan und KIG → Kasse → lose Spange → feste Spange → Retention

Behandler erklärt einer Patientin ihr Zahn-Röntgenbild

Eine kieferorthopädische Behandlung ist kein einzelner Termin, sondern ein Weg über mehrere Jahre mit klaren Etappen. Meistens ist es eine Kombination aus loser und fester Zahnspange. In welcher Reihenfolge sie für dein Kind sinnvoll ist, sagen wir dir in der Regel schon nach der Erstberatung.

Hier stehen die sechs Etappen von der ersten Untersuchung bis zur Retention, dazu die Dauer und der Rhythmus der Termine.

Behandler erfasst den Zahnbogen einer Jugendlichen mit dem Scanner, auf dem Monitor das dreidimensionale Modell

Die sechs Etappen

Nicht jedes Kind durchläuft alle sechs. Bei manchen reicht die lose Spange, bei anderen beginnen wir direkt mit der festen. Die Reihenfolge bleibt dieselbe. Wer zum Abschluss noch etwas für die Optik tun möchte, findet das optionale Ästhetik-Finish am Ende dieses Wegs.

  1. 1. Erstberatung

    ein Termin · Kassenleistung

    Dein Kind kommt ohne Überweisung, nur mit der Gesundheitskarte. Wir sehen uns Zähne, Kiefer und Biss an und sagen dir, ob und wann etwas zu tun ist. Oft lautet die Antwort „noch nicht“, dann vereinbaren wir einen Kontrolltermin. Was du mitbringst, steht auf der Seite Erster Termin.

  2. 2. Diagnostik und Behandlungsplan

    ein bis zwei Termine

    Fotos von Gesicht und Zähnen, ein Scan der Zahnreihen für das Modell, Röntgenbilder. Daraus entsteht der Behandlungsplan mit der KIG-Einstufung, die darüber entscheidet, ob die Kasse zahlt. Wir gehen den Plan mit dir durch: welche Spangen, in welcher Reihenfolge, wie lange.

  3. 3. Antrag bei der Kasse

    Genehmigung abwarten

    Ab Behandlungsbedarfsgrad 3 reichen wir den Plan bei deiner Krankenkasse ein; erst nach der Genehmigung beginnt die aktive Behandlung. Den Eigenanteil von 20 Prozent bekommst du nach dem Abschluss zurück, alles Weitere dazu steht auf Kosten und Kasse.

  4. 4. Lose Zahnspange

    aktive Phase

    Bei jüngeren Kindern im Zahnwechsel beginnt die aktive Phase meist mit der losen Zahnspange. Sie nutzt das Kieferwachstum, schafft Platz und ordnet den Biss. Mehr dazu auf der Seite Lose Zahnspange.

  5. 5. Feste Zahnspange

    aktive Phase

    Sind die bleibenden Zähne da, übernimmt die feste Spange die Feinstellung. Brackets und Bogen bringen jeden Zahn in seine Position, am Ende werden sie entfernt und die Zähne poliert. Mehr dazu auf der Seite Feste Zahnspange.

  6. 6. Retention

    bis zu zwei Jahre

    Damit die Zähne bleiben, wo sie stehen: ein geklebter Draht hinter den Frontzähnen, eine Nachtschiene oder beides. Die Kasse trägt die Retention bis zu zwei Jahre nach dem Quartal, in dem die letzte Abschlagszahlung für die aktive Behandlung fällig war. Danach stellen wir die Abschlussbescheinigung aus. Mehr dazu auf der Seite Retainer.

Wie lange das insgesamt dauert

Die aktive Behandlung dauert je nach Befund ein bis drei Jahre, danach folgt die Retention über bis zu zwei Jahre. Bei einer Kombination aus loser und fester Spange kommen also mehrere Jahre zusammen. Die Phasen gehen aber nicht direkt ineinander über: Dazwischen liegen oft Beobachtungspausen, in denen nur kontrolliert wird.

Länger wird es, wenn Spangen nicht getragen werden, Brackets abgehen oder Termine ausfallen. Trägt dein Kind die Spange dauerhaft nicht, kann die Kasse die Kostenübernahme einstellen, und damit wäre auch der Eigenanteil verloren. Wir sprechen so etwas früh und direkt mit deinem Kind an.

Eine realistische Spanne für dein Kind nennen wir bei der Planbesprechung. Wenn wir sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht seriös angeben können, sagen wir auch das.

Geklebter Retainer-Draht und herausnehmbare Schiene in der behandschuhten Hand

Kontrollen liegen nachmittags

Kontrolltermine finden bei uns fast ausschließlich nachmittags statt und liegen üblicherweise vier bis acht Wochen auseinander. Den Folgetermin vereinbaren wir direkt im Anschluss, damit dein Kind ihn selbst im Blick behält.

Bei der Erstberatung, der Planbesprechung und beim Einsetzen der Spange bist du dabei; zu den Kontrollen kommen die meisten unserer Patientinnen und Patienten nach der Schule mit dem Radl und ohne Begleitung. Wie sich das mit dem Stundenplan verträgt und wie du absagst oder verschiebst, steht auf der Seite Termine und Schule.

Zwei Behandlerinnen reinigen die feste Zahnspange einer Jugendlichen

Häufige Fragen

Für Eltern
Warum kommt erst die lose und dann die feste Spange?

Weil beide etwas anderes können. Die lose Spange nutzt das Kieferwachstum und schafft Platz, solange noch Milchzähne wechseln. Die feste Spange stellt danach jeden einzelnen bleibenden Zahn genau ein. Deshalb kommt sie erst, wenn die bleibenden Zähne durchgebrochen sind.

Was passiert, wenn ein Kontrolltermin ausfällt?

Sag uns möglichst früh Bescheid, dann finden wir einen neuen. Ein einzelner ausgefallener Termin ist unkritisch. Häufen sich die Ausfälle, verlängert sich die Behandlung, weil der Bogen nicht weitergestellt und die Spange nicht nachjustiert werden kann.

Wann ist die Behandlung wirklich zu Ende?

Mit dem Abschluss der Retention, nicht mit dem Entfernen der Spange. Erst danach stellen wir die Abschlussbescheinigung aus, mit der du den Eigenanteil bei deiner Kasse zurückholst. Bis dahin gehören die Retentionskontrollen zur laufenden Behandlung.

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