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dr. med. dent. Florian Stecher
Ästhetik · Alternative zur festen Spange

Aligner für Jugendliche in Germering – wann durchsichtige Schienen passen

Nicht für jede Fehlstellung · verlangt Mitarbeit · keine Kassenleistung

Foto folgt: aligner nahaufnahme

Aligner sind dünne, durchsichtige Kunststoffschienen, die die Zähne in kleinen Schritten bewegen. Alle ein bis zwei Wochen kommt die nächste Schiene, jede ein Stück näher am geplanten Ergebnis. Zum Essen und Zähneputzen werden sie herausgenommen, den Rest des Tages – und nachts – sitzen sie auf den Zähnen.

Für Jugendliche klingt das verlockend: fast unsichtbar, kein Draht, keine Brackets. Für uns als Kinder- und Jugendpraxis ist es eine Option, die wir dann empfehlen, wenn die Fehlstellung dafür geeignet ist und dein Kind die nötige Disziplin mitbringt. Beides prüfen wir ehrlich, bevor wir dir einen Kostenvoranschlag geben.

Voraussetzungen: Wann Aligner für dein Kind in Frage kommen

Aligner sind kein Ersatz für jede feste Spange. Diese Punkte klären wir in der Erstberatung – offen und ohne Verkaufsdruck.

  • Bleibendes Gebiss

    Die Schienen werden für die endgültigen Zähne geplant. Solange noch Milchzähne wechseln, arbeiten wir mit anderen Geräten – meist mit der losen Spange.

  • Eine geeignete Fehlstellung

    Leichter bis mittlerer Engstand, Lücken, kleinere Drehungen und Kippungen lassen sich mit Alignern gut korrigieren. Ausgeprägte Bisslagen, große Zahnbewegungen oder Kieferverhältnisse, die noch das Wachstum nutzen sollen, gehören in der Regel in die feste Spange.

  • Verlässliche Mitarbeit

    Aligner wirken nur, wenn sie fast den ganzen Tag getragen werden – realistisch etwa 20 bis 22 Stunden. Liegt die Schiene in der Schublade, bewegt sich nichts. Wir schätzen mit dir gemeinsam ein, ob das für dein Kind passt; eine Spange, die im Rucksack liegt, hilft niemandem.

  • Gute Mundhygiene

    Die Schienen liegen dicht auf den Zähnen. Wer nach dem Essen nicht putzt, schließt Speisereste und Säure unter der Schiene ein. Das ist keine hohe Hürde, muss aber zur Gewohnheit werden.

  • Bereitschaft, die Kosten privat zu tragen

    Aligner sind für Jugendliche keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Wie sich die Kosten zusammensetzen, erklären wir weiter unten.

Grenzen: Was Aligner nicht können – und warum wir das sagen

Wir behandeln ausschließlich Kinder und Jugendliche, und unser Grundsatz sind bewährte Methoden, die zügig zum Ziel führen. Aligner sind Teil davon geworden, aber nicht für alles. Drei Dinge sagen wir Eltern deshalb immer dazu:

Wachstum lässt sich mit Schienen kaum steuern. Viele Fehlstellungen bei Jugendlichen betreffen nicht nur die Zähne, sondern die Lage der Kiefer zueinander. Dafür nutzen wir das Wachstum – mit herausnehmbaren Geräten und der festen Spange. Eine Aligner-Schiene kann Zähne bewegen, aber einen zu kleinen Unterkiefer nicht nach vorn holen.

Der Erfolg hängt vollständig am Tragen. Bei der festen Spange arbeiten die Bögen von allein, rund um die Uhr. Bei Alignern übernimmt dein Kind diese Verantwortung. Das ist für manche Jugendliche eine Stärke – sie schätzen, dass sie die Schiene selbst kontrollieren – und für andere eine Überforderung. Beides ist in Ordnung, nur sollte man es vorher wissen.

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Nicht jeder Zahn folgt der Planung. Bestimmte Bewegungen – Wurzeln aufrichten, stark gedrehte Eckzähne, Zähne aus dem Knochen herausholen – gelingen mit Brackets zuverlässiger. Manchmal kombinieren wir deshalb: eine kurze Phase mit fester Spange, dann Aligner für den Rest. Auch das besprechen wir offen.

Wenn wir in der Erstberatung zu dem Schluss kommen, dass Aligner für dein Kind nicht die beste Wahl sind, sagen wir das – und erklären, warum die feste Spange in diesem Fall besser und meist auch schneller ist.

3D-Darstellung eines Zahns im Querschnitt

Kasse oder privat: So werden Aligner bei Jugendlichen abgerechnet

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt bei Kindern und Jugendlichen unter 18 die kieferorthopädische Behandlung ab KIG 3 – in der Regelversorgung mit herausnehmbaren Geräten und fester Spange aus Metall. Aligner gehören nicht dazu. Das bedeutet in der Praxis:

  • Bei KIG 3 bis 5 kann die Kasse ihren Anteil an der Regelbehandlung beisteuern; die Differenz zur Aligner-Behandlung vereinbaren wir mit dir als Mehrkosten. Der Eigenanteil von 20 Prozent an der Kassenleistung wird nach erfolgreichem Abschluss weiterhin erstattet, die Mehrkosten nicht.
  • Bei KIG 1 und 2 zahlt die Kasse gar nicht. Dann ist die gesamte Aligner-Behandlung eine Privatleistung – genau wie eine feste Spange in diesem Fall.
  • Bei privat versicherten Kindern wird die Behandlung nach GOZ abgerechnet; Aligner sind Teil des Heil- und Kostenplans. Ob und in welcher Höhe deine Versicherung erstattet, hängt vom Tarif ab. Reiche den Plan vorab ein, dann gibt es keine Überraschungen. Mehr dazu auf der Seite für Privatpatienten.
  • Zahnzusatzversicherungen erstatten Aligner teilweise – in der Regel nur, wenn die Versicherung vor der Diagnose abgeschlossen wurde.
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Einen Preis nennen wir hier nicht, weil er von der Zahl der Schienen, der Behandlungsdauer und möglichen Kombinationen mit der festen Spange abhängt. Nach der Erstberatung bekommst du einen schriftlichen Kostenvoranschlag. Und wie bei allen Zusatzleistungen gilt: Wenn du dich dagegen entscheidest, bekommt dein Kind dieselbe sorgfältige Behandlung mit der festen Spange.

Ablauf: Von der Erstberatung bis zur letzten Schiene

  1. Erstberatung und Einschätzung

    Kasse

    Wir untersuchen dein Kind, stufen den Befund ein und sagen dir, ob Aligner fachlich in Frage kommen. Die Erstberatung ist Kassenleistung, eine Überweisung brauchst du nicht.

  2. Scan oder Abdruck

    Diagnostik

    Die Zähne werden mit Scan oder Abdruck erfasst. Dazu kommen Fotos und, falls nötig, ein Röntgenbild. Aus diesen Daten entsteht das 3D-Modell.

  3. Planung am Bildschirm

    Planung

    Wir planen die Zahnbewegungen Schritt für Schritt und zeigen dir und deinem Kind, wie das Ergebnis aussehen soll und wie viele Schienen dafür nötig sind. Jetzt gibt es den Kostenvoranschlag.

  4. Schienen tragen, alle ein bis zwei Wochen wechseln

    Aktive Phase

    Dein Kind bekommt mehrere Schienen mit nach Hause und wechselt sie nach Plan. Kleine zahnfarbene Halteelemente auf einzelnen Zähnen helfen der Schiene, bestimmte Bewegungen umzusetzen.

  5. Kontrollen in der Praxis

    Kontrolle

    In der Regel alle sechs bis zehn Wochen prüfen wir, ob die Zähne der Planung folgen, und geben die nächsten Schienen aus. Die Termine liegen nach der Schule; dein Kind kann allein kommen.

  6. Retainer und Finish

    Abschluss

    Am Ende sichert ein Retainer das Ergebnis. Falls an den Frontzähnen noch eine Kleinigkeit stört, ist jetzt der Moment für ein Ästhetik-Finish.

Aligner im Schulalltag

  • Essen

    Schiene raus, essen, Zähne putzen, Schiene rein. In der Schule genügt nach der Pause gründliches Spülen, das Putzen holt man zu Hause nach. Mit Schiene trinkt man nur Wasser.

  • Sprechen

    Die ersten Tage klingt es leicht ungewohnt, danach fällt es kaum noch auf – auch Freunden nicht.

  • Sport und Musik

    Beim Sport bleibt die Schiene drin und schützt sogar ein wenig. Bei Blasinstrumenten kann sie kurz herausgenommen werden – die Zeit zählt aber zur Tragepause.

  • Die Box gehört in die Tasche

    Die häufigste Panne ist die in eine Serviette gewickelte Schiene, die im Müll landet. Die Aufbewahrungsbox löst das Problem.

Oder doch feste Spange in Keramik?

Wer die Verantwortung fürs Tragen nicht möchte, aber eine dezentere Spange sucht, findet in Keramik-Brackets einen guten Mittelweg: fest, zuverlässig, deutlich unauffälliger als Metall.

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Häufige Fragen

Für Eltern
Zahlt die Krankenkasse Aligner für mein Kind?

Nein. Aligner sind bei Jugendlichen keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Bei KIG 3 bis 5 kann die Kasse ihren Anteil an der Regelbehandlung beisteuern, die Differenz ist privat; bei KIG 1 und 2 ist die gesamte Behandlung privat. Den genauen Betrag bekommst du als Kostenvoranschlag nach der Erstberatung.

Wie viele Stunden am Tag muss mein Kind die Schienen tragen?

Fast den ganzen Tag – realistisch 20 bis 22 Stunden. Herausgenommen werden sie nur zum Essen, Trinken von allem außer Wasser und zum Zähneputzen. Wer deutlich weniger trägt, verlängert die Behandlung oder erreicht das Ziel nicht.

Geht jede Fehlstellung mit Alignern?

Nein. Leichter bis mittlerer Engstand, Lücken und kleinere Drehungen lassen sich gut korrigieren. Ausgeprägte Bisslagen, große Zahnbewegungen und Fehlstellungen, die das Wachstum nutzen sollen, gehören in die feste Spange. Wir sagen dir in der Erstberatung ehrlich, was in eurem Fall sinnvoll ist.

Welches Aligner-System verwendet ihr?

Wir planen jede Behandlung individuell und wählen das System nach dem Befund. Marken nennen wir auf der Website bewusst nicht – in der Beratung erklären wir dir gern, womit wir arbeiten und warum.

Für dich
Sieht man die Aligner?

Aus der Nähe ja, im Alltag kaum. Die kleinen zahnfarbenen Halteelemente auf einzelnen Zähnen sind bei genauem Hinsehen erkennbar. Im Vergleich zu Brackets sind Aligner aber die mit Abstand dezenteste Variante.

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